Aus der Konzeption ergeben sich besondere persönliche und fachliche
Anforderungen. Sie machen verschiedene Kompetenzen der Seelsorgerin/
des Seelsorgers notwendig
Personale Kompetenz
Die Entwicklung einer persönlichen Identität und eines
Selbstverständnisses als Seelsorgerin und als Seelsorger
, sowie die Fähigkeit, die eigenen Stärken und Schwächen
im Blick auf die seelsorgerliche Aufgabe zu integrieren, sind
unab-dingbar notwendig für die Arbeit. Dazu gehören
ebenso psychische Belastbarkeit und Sensibilität für
sich selber.
Kommunikative Kompetenz
Sie bedeutet die Fähigkeit, mit Menschen Kontakt aufnehmen,
sich auf häufig, kurzfristig und schnell wechselnde Beziehungen
einstellen und mit Beziehungen professionell- reflektiert umgehen
zu können.
Theologisch- pastorale Kompetenz
Sie meint die Entwicklung einer der eigenen Lebens- und Glaubensgeschichte
kongruenten Gestalt des Glaubens und der Spiritualität und
die Fähigkeit zum Umgang mit den christlichen Symbolen und Ritualen
in einer Wei-se, daß sie zur Tröstung, Stützung
oder zur Erschließung konflikthafter Situationen beitragen.
Institutionell- strukturelle Kompetenz
Dabei geht es um Grundkenntnisse des Gesundheitswesens und solche
bezüglich der Arbeitsweise der Institution 'Krankenhaus',
des naturwissenschaftlich- technischen Denk- und Handlungsansatzes
und der betriebswirtschaftlichen Ge-gebenheiten und die Fähigkeit,
strukturelle Zusammenhänge wahrzunehmen, sich in ihnen bewegen
und sie für die eigene Arbeit nutzen zu können.
Interdisziplinäre, interreligiöse und interkulturelle
Kompetenz
Hier ist die Fähigkeit und Bereitschaft zu Kooperation mit
anderen Berufsgruppen, anderen Religionen und Kulturen vorausgesetzt,
die Bereitschaft, die eigene Arbeit transparent zu machen, aber
auch christliche und seelsorgerliche Perspektiven in einen interdisziplinären,
interreligiösen und interkulturellen Dialog einzubringen.
Medizinische und medizinethische Kompetenz
Sie meint Grundkenntnisse über bestimmte Krankheitsbilder
und -verläufe und de-ren medizinisch- pflegerische Behandlung,
einen theologisch- ethisch reflektierten Gesundheitsbegriff und
Kenntnisse in medizinethischen Fragen und Argumentati-onsweisen.
Die unter a-c genannten Kompetenzen können als seelsorgliche
Grundausbildung in KSA-Kursen erworben werden.
Die unter d-f genannten Kompetenzen werden in der Fortbildung
"Krankenhausseelsorge" vermittelt, die das Seelsorgeinstitut
der EKD in Bethel in Zusammenarbeit mit dem Konvent für Krankenhaus-seelsorge
in der EkvW durchführt.